Immobilien auf den Kanarischen Inseln: Leitfaden für internationale Käufer

Immobilien auf den Kanarischen Inseln: Leitfaden für internationale Käufer

Inseln, Preise, Vermietung, Steuern und geeignete Lagen für den Immobilienkauf

Die Kanarischen Inseln gehören zu den gefragtesten Regionen Spaniens für internationale Immobilienkäufer. Das Archipel verbindet mildes Klima über das gesamte Jahr, Atlantik, internationale Flughäfen, eine ausgeprägte touristische Infrastruktur und einen breiteren finanziellen Einstieg als die Balearen.

Für internationale Käufer kommen unterschiedliche Nutzungskonzepte infrage: eine Wohnung am Meer, eine Immobilie zur Vermietung, Relocation mit der Familie, ein Ferienwohnsitz, ein späterer Umzug nach Spanien, der Ruhestand auf den Inseln, ein Haus oder eine Villa sowie langfristiges Eigentum in einem etablierten Inselmarkt.

Die Kanaren bilden allerdings keinen einheitlichen Immobilienmarkt. Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote, Fuerteventura, La Palma, La Gomera und El Hierro unterscheiden sich deutlich hinsichtlich Preisniveau, Klima, Mietnachfrage, Verkehrsanbindung und späterer Wiederverkäuflichkeit.

Die Kanarischen Inseln auf einen Blick

Die Kanarischen Inseln sind eine Autonome Gemeinschaft Spaniens im Atlantik.

Das Archipel umfasst rund 7.447 km² und zählte zum 1. Januar 2025 etwa 2.258.866 Einwohner. Die administrativen Hauptstädte sind Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas de Gran Canaria.

Zu den acht Hauptinseln gehören Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote, Fuerteventura, La Palma, La Gomera, El Hierro und La Graciosa.

Für den Immobilienmarkt sind insbesondere Teneriffa und Gran Canaria von Bedeutung. Lanzarote und Fuerteventura verfügen ebenfalls über eine ausgeprägte internationale Nachfrage, vor allem in Küsten- und Ferienlagen.

Eine Besonderheit gegenüber dem spanischen Festland ist das Klima.

Die Winter bleiben mild und die touristische Nachfrage verteilt sich deutlich gleichmäßiger über das Jahr. Für Käufer, die ihre Immobilie regelmäßig selbst nutzen oder vermieten möchten, ist dies ein wesentlicher Standortvorteil.

Der durchschnittliche Orientierungswert für Immobilien auf den Kanaren liegt bei rund 3.300 Euro pro Quadratmeter.

In Costa Adeje, Los Cristianos, Playa de las Américas, Maspalomas, Meloneras, Puerto Rico, Puerto de Mogán, Playa Blanca, Costa Teguise und Corralejo kann das Preisniveau deutlich höher liegen.

In weniger touristischen, nördlichen oder weiter im Landesinneren gelegenen Gebieten finden sich häufiger niedrigere Einstiegspreise.

Warum internationale Käufer die Kanarischen Inseln wählen

Die Kanaren verbinden ganzjährig mildes Klima mit Atlantik, guter Flugverbindung und einem ausgereiften Immobilien- und Mietmarkt.

Das Angebot reicht von kompakten Ferienwohnungen und Apartments in touristischen Lagen bis zu Häusern, Villen mit Aussicht und Immobilien für dauerhaftes Wohnen.

Zu den wichtigsten Kaufargumenten gehören das Klima, die internationale Erreichbarkeit, eine große touristische Nachfrage und die Möglichkeit, eine Immobilie deutlich häufiger als nur während der klassischen Sommersaison zu nutzen.

Für viele Käufer sind die Kanaren eine Alternative zur Costa Blanca, Costa del Sol, Mallorca, Madeira oder Portugal.

Besonders stark ist die Nachfrage in den Wintermonaten von europäischen Zweitwohnsitzkäufern, Ruheständlern und Remote Professionals.

Wer auf den Kanarischen Inseln Immobilien kauft

Internationale Residenten

Sie erwerben Immobilien für dauerhaftes Wohnen, Relocation, Remote Work oder Ruhestand.

Wichtig sind medizinische Versorgung, Einkaufsmöglichkeiten, Verkehr, Sicherheit, Stellplatz, Flughafenanbindung und eine ganzjährig funktionierende Infrastruktur.

Nichtresidenten

Sie kaufen häufiger Ferienimmobilien, Mietobjekte oder Immobilien für einen späteren Umzug.

Für sie sind Verwaltung, laufende Kosten, Vermietungsregeln und spätere Wiederverkäuflichkeit besonders relevant.

Familien mit Kindern

Gefragt sind vor allem Lagen mit Schulen, medizinischer Versorgung, sicheren Wohngebieten und guter Infrastruktur.

Häufig betrachtet werden Santa Cruz de Tenerife, La Laguna, Costa Adeje, Las Palmas de Gran Canaria, Maspalomas sowie Wohnlagen auf Lanzarote und Fuerteventura.

Investoren

Im Fokus stehen langfristige, mittelfristige, saisonale und touristische Vermietung sowie Renovierungsobjekte in nachgefragten Lagen.

Entscheidend sind rechtliche Vermietbarkeit, Registrierung, Gemeinschaftskosten, Auslastung, Konkurrenz und mögliche Leerstände.

Käufer von Ferienimmobilien

Besonders häufig gewählt werden der Süden Teneriffas, der Süden Gran Canarias, Lanzarote und Fuerteventura.

Costa Adeje, Los Cristianos, Playa de las Américas, Maspalomas, Meloneras, Puerto Rico, Puerto de Mogán, Playa Blanca, Costa Teguise, Corralejo und Caleta de Fuste gehören zu den wichtigsten Standorten.

Käufer mit begrenzterem Budget

Interessant sind der Norden Teneriffas, Teile des Inselinneren von Gran Canaria sowie weniger touristische Bereiche von Lanzarote und Fuerteventura.

Die wichtigsten Inselmärkte

Teneriffa

Teneriffa ist die größte und bevölkerungsreichste Insel des Archipels und bietet den breitesten Immobilienmarkt.

Südliche Ferienorte, Santa Cruz de Tenerife, das historische La Laguna, Puerto de la Cruz im Norden und zwei Flughäfen schaffen sehr unterschiedliche Teilmärkte.

Für Feriennutzung und Vermietung sind Costa Adeje, Playa del Duque, La Caleta, Los Cristianos, Playa de las Américas, Playa Paraíso, Los Gigantes, Golf del Sur und El Médano besonders relevant.

Für dauerhaftes Wohnen kommen außerdem Santa Cruz de Tenerife, La Laguna und Puerto de la Cruz infrage.

Die Stärke Teneriffas liegt in der Kombination aus Infrastruktur, internationaler Nachfrage und großer Auswahl.

Gleichzeitig unterscheiden sich Klima und Immobilienmarkt zwischen Norden und Süden deutlich.

Gran Canaria

Gran Canaria gehört neben Teneriffa zu den stärksten Märkten des Archipels.

Las Palmas de Gran Canaria bietet einen eigenständigen urbanen Markt, während der Süden stark durch Feriennutzung und Vermietung geprägt ist.

Für dauerhaftes Wohnen sind Las Palmas, Tafira, Telde und Arucas relevant.

Für Ferienimmobilien und Vermietung gehören Maspalomas, Meloneras, San Agustín, Playa del Inglés, Puerto Rico, Arguineguín und Puerto de Mogán zu den wichtigsten Lagen.

Innerhalb von Las Palmas sind insbesondere Las Canteras, Santa Catalina, Triana, Vegueta und Alcaravaneras interessant.

Gran Canaria eignet sich besonders für Käufer, die Stadt, Küste und Ferienmarkt auf einer Insel kombinieren möchten.

Lanzarote

Lanzarote besitzt einen deutlich eigenständigeren Charakter mit vulkanischer Landschaft, weißer Architektur und vergleichsweise zurückhaltender Bebauung.

Zu den wichtigsten Immobilienmärkten gehören Playa Blanca, Puerto del Carmen, Costa Teguise, Arrecife, Tías und Yaiza.

Playa Blanca ist besonders für Villen und Ferienimmobilien interessant.

Puerto del Carmen verfügt über eine starke touristische Nachfrage.

Costa Teguise eignet sich für Familien und Käufer, die ein ruhigeres Ferienumfeld suchen.

Arrecife bietet den stärksten urbanen Markt der Insel und häufig niedrigere Einstiegspreise.

Fuerteventura

Fuerteventura ist geprägt von langen Stränden, Wind, Wassersport und geringerer Bebauungsdichte.

Zu den wichtigsten Lagen gehören Corralejo, Caleta de Fuste, Costa Calma, Morro Jable, El Cotillo und Puerto del Rosario.

Corralejo verbindet Ferienvermietung mit internationalem Umfeld und aktiver Infrastruktur.

Caleta de Fuste profitiert von der Nähe zum Flughafen und einer familienorientierten Struktur.

Costa Calma und Morro Jable sind stärker auf Strand und Feriennutzung ausgerichtet.

Das Preisniveau kann unter den teuersten Lagen Teneriffas und Gran Canarias liegen.

La Palma

La Palma richtet sich stärker an Käufer, die Natur, Ruhe und ein weniger touristisches Umfeld suchen.

Santa Cruz de La Palma, Los Llanos de Aridane, Tazacorte und El Paso gehören zu den wichtigsten Standorten.

Gefragt sind Häuser, Fincas und Immobilien für dauerhaftes Wohnen.

Der Markt ist kleiner und weniger liquide als auf Teneriffa oder Gran Canaria.

La Gomera

La Gomera ist ein kleiner Markt für Käufer, denen Natur, Wandern, Ruhe und Zurückgezogenheit wichtig sind.

Die Nachfrage ist stärker durch Eigennutzung geprägt als durch klassische Investmentstrategien.

El Hierro

El Hierro gehört zu den ruhigsten und kleinsten Märkten des Archipels.

Die Insel eignet sich für Käufer, die Natur, geringe Dichte und ein sehr zurückgezogenes Wohnmodell suchen.

Die spätere Wiederverkäuflichkeit ist entsprechend geringer.

La Graciosa

La Graciosa ist ein sehr kleiner und spezieller Markt mit begrenztem Angebot und besonderer Logistik.

Für klassische Immobilieninvestments spielt die Insel nur eine geringe Rolle.

Welche Insel und Lage passt zu welchem Kaufziel?

Wohnen am Atlantik

Costa Adeje, Los Cristianos, La Caleta, Los Gigantes, Las Canteras, Maspalomas, Meloneras, Puerto de Mogán, Playa Blanca, Corralejo und Caleta de Fuste gehören zu den wichtigsten Optionen.

Vermietung

Besonders relevant sind der Süden Teneriffas, der Süden Gran Canarias, Playa Blanca, Puerto del Carmen, Costa Teguise, Corralejo und Caleta de Fuste.

Bei touristischer Nutzung sollte die rechtliche Zulässigkeit vor dem Kauf eindeutig geklärt werden.

Ganzjähriges Wohnen

Santa Cruz de Tenerife, La Laguna, Las Palmas de Gran Canaria, Costa Adeje, Los Cristianos, Puerto de la Cruz, Arrecife und Puerto del Rosario bieten die stärkste Alltagsinfrastruktur.

Bei begrenzterem Budget

Der Norden Teneriffas, Teile des Inselinneren von Gran Canaria, Arrecife, Puerto del Rosario und weniger touristische Gemeinden auf Lanzarote und Fuerteventura können interessant sein.

Kauf einer Villa

Costa Adeje, La Caleta, Adeje, Maspalomas, Meloneras, Puerto de Mogán, Playa Blanca, Yaiza, Corralejo und Caleta de Fuste gehören zu den wichtigsten Suchlagen.

Ruhigeres Wohnen

Der Norden Teneriffas, Puerto de la Cruz, La Orotava, weniger touristische Teile von Lanzarote und Fuerteventura sowie La Palma, La Gomera und El Hierro sind besonders geeignet.

Stadtimmobilien

Las Palmas de Gran Canaria, Santa Cruz de Tenerife, La Laguna, Arrecife und Puerto del Rosario bilden die wichtigsten urbanen Märkte.

Immobilienpreise auf den Kanarischen Inseln

Die Kanaren gehören zu den aktiveren Immobilienmärkten Spaniens.

Der durchschnittliche Orientierungswert liegt bei rund 3.300 Euro pro Quadratmeter.

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Inseln und Lagen sind jedoch erheblich.

Im Süden Teneriffas, insbesondere in Costa Adeje, Los Cristianos und Playa de las Américas, sowie im Süden Gran Canarias mit Maspalomas, Meloneras, Puerto Rico und Puerto de Mogán liegen die Preise häufig deutlich über dem Durchschnitt.

Auch gefragte Bereiche auf Lanzarote und Fuerteventura können hohe Preise erreichen.

Preislich zugänglichere Objekte

Hierzu gehören häufig Immobilien weiter vom Meer entfernt, nördliche oder innere Inselbereiche, Renovierungsobjekte und ältere Wohnungen.

Mittleres Segment

Typisch sind Stadtwohnungen, Apartments in Wohnanlagen und Immobilien mit guter Infrastruktur außerhalb der ersten Meereslinie.

Premiumsegment

Hierzu gehören hochwertige Apartments, Penthäuser und Villen in Costa Adeje, Playa del Duque, La Caleta, Maspalomas, Meloneras, Puerto de Mogán und Playa Blanca.

Oberstes Segment

Panoramavillen, große Grundstücke, moderne Häuser und seltene Immobilien in erster Meereslinie bilden das obere Ende des Marktes.

Eine gute Kaufentscheidung definiert sich daher weniger über einen niedrigen Quadratmeterpreis als über Insel, Mikrolage, Rechtslage, Vermietbarkeit, laufende Kosten und spätere Nachfrage.

Vermietung und Investitionspotenzial

Die Kanarischen Inseln verfügen aufgrund ihres Klimas und des internationalen Tourismus über einen starken Mietmarkt.

Neben langfristiger und mittelfristiger Vermietung spielen saisonale Modelle und touristische Vermietung eine wichtige Rolle.

Für langfristige Vermietung sind vor allem Santa Cruz de Tenerife, La Laguna, Las Palmas de Gran Canaria, Arrecife und Puerto del Rosario interessant.

Saisonale und touristische Nachfrage konzentriert sich stärker auf Costa Adeje, Los Cristianos, Playa de las Américas, Maspalomas, Meloneras, Puerto Rico, Puerto de Mogán, Playa Blanca, Puerto del Carmen, Corralejo und Caleta de Fuste.

Touristische Vermietung wird auf den Kanaren zunehmend strenger reguliert.

Vor dem Kauf sollten die Regeln der Autonomen Gemeinschaft, der konkreten Insel, der Gemeinde, der Wohnanlage und der Eigentümergemeinschaft geprüft werden.

Nicht jede Immobilie darf legal touristisch vermietet werden.

Eine Investitionsentscheidung sollte deshalb nicht ausschließlich auf kurzfristige Vermietung gestützt werden.

Für viele internationale Käufer ist die Kombination aus Eigennutzung, mittelfristiger Vermietung und langfristigem Eigentum in einer liquiden Lage besser kalkulierbar.

Leben auf den Kanarischen Inseln

Die Kanaren bieten eines der ausgeglichensten ganzjährigen Klimata Spaniens.

Leben am Atlantik, Sport, Remote Work und Winteraufenthalte lassen sich mit guter medizinischer Versorgung, Gastronomie und internationaler Infrastruktur verbinden.

Die Inseln unterscheiden sich dabei deutlich.

Teneriffa bietet den vielseitigsten Markt.

Gran Canaria verbindet Großstadt und Ferienregion.

Lanzarote steht für zurückhaltende Architektur und vulkanische Landschaft.

Fuerteventura für Strände, Wassersport und einen ruhigeren Rhythmus.

La Palma, La Gomera und El Hierro richten sich stärker an Käufer, denen Natur und geringe Dichte wichtig sind.

Schulen, medizinische Versorgung und Alltag

Die Kanarischen Inseln eignen sich für Familien und dauerhaftes Wohnen.

Auf den größeren Inseln gibt es staatliche, private und internationale Schulen, Krankenhäuser, medizinische Zentren, Universitäten und Sportangebote.

Teneriffa und Gran Canaria besitzen die umfassendste Infrastruktur.

Lanzarote und Fuerteventura sind ebenfalls für dauerhaftes Wohnen geeignet, erfordern jedoch eine genauere Prüfung von Schulen, medizinischer Versorgung und Alltagslogistik.

Auf kleineren Inseln ist die Grundversorgung vorhanden, bei komplexeren medizinischen Fällen kann jedoch eine Reise nach Teneriffa, Gran Canaria oder auf das Festland erforderlich sein.

Für Familien sollten Schule, medizinische Versorgung, Einkaufsmöglichkeiten, Flughafen und tägliche Fahrzeiten bereits bei der Wahl der Mikrolage berücksichtigt werden.

Mobilität und Anbindung

Die Kanaren verfügen über ein dichtes Netz aus Flughäfen und Fährverbindungen.

Teneriffa und Gran Canaria besitzen besonders gute internationale Flugverbindungen.

Auch Lanzarote und Fuerteventura sind direkt mit zahlreichen europäischen Städten verbunden.

Zwischen den Inseln bestehen Inlandsflüge und Fährverbindungen.

Für viele Wohnlagen ist ein eigenes Fahrzeug sinnvoll.

Bei Villen, Hanglagen, inneren Inselbereichen und abgelegeneren Orten ist es häufig praktisch unverzichtbar.

Für die spätere Marktgängigkeit ist die tatsächliche Erreichbarkeit einer Immobilie wichtig.

Flughafen, Strand, Schulen, medizinische Versorgung und Hauptverkehrsachsen sollten nicht nur nach Entfernung auf der Karte, sondern nach realer Fahrzeit beurteilt werden.

Steuern, Nebenkosten und rechtliche Prüfung

Beim Immobilienkauf auf den Kanarischen Inseln sollten neben dem Kaufpreis sämtliche Steuern und Nebenkosten berücksichtigt werden.

Bei Bestandsimmobilien gilt in der Regel die Grunderwerbsteuer ITP.

Bei Neubauten kommt auf den Kanaren anstelle der spanischen Mehrwertsteuer IVA die kanarische IGIC zur Anwendung. Hinzu können weitere Abgaben wie AJD kommen.

Zusätzlich sollten Notar, Grundbuch, anwaltliche Begleitung, Finanzierung, Immobilienbewertung, IBI, Versicherungen und Gemeinschaftskosten berücksichtigt werden.

Vor dem Kauf sollten Nota Simple, Eigentumsverhältnisse, Belastungen, Hypotheken, offene Gemeinschaftskosten, bestehende Mietverhältnisse, Energieausweis und rechtlicher Status von Umbauten geprüft werden.

Bei Vermietungsobjekten ist zusätzlich zu klären, ob langfristige, mittelfristige oder touristische Vermietung zulässig ist.

Wird eine touristische Registrierung als Verkaufsargument genannt, sollte ihr Status dokumentarisch bestätigt werden.

Bei Häusern, Villen und Grundstücken sind zusätzlich Kataster, Grundstücksgrenzen, Baugenehmigungen, Pool, Anbauten, Terrassen, Garagen, Wasserversorgung, Abwasser und mögliche baurechtliche Verstöße zu prüfen.

Typische Fehler internationaler Käufer

Ein häufiger Fehler besteht darin, ausschließlich nach Aussicht, Kaufpreis oder versprochener Rendite zu entscheiden.

Auf den Kanaren müssen Insel, Mikrolage, Wohnanlage, Vermietungsregeln, laufende Kosten und spätere Wiederverkäuflichkeit gemeinsam bewertet werden.

Auch touristische Vermietung sollte niemals ohne rechtliche Prüfung kalkuliert werden.

Ein weiterer Fehler ist die Annahme, alle Inseln funktionierten nach denselben Marktmechanismen.

Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura bedienen unterschiedliche Käufer- und Mietprofile.

Gemeinschaftskosten werden ebenfalls häufig unterschätzt.

Pool, Gartenpflege, Aufzüge, Sicherheitsdienste und umfangreiche Gemeinschaftsflächen können die tatsächliche Rendite erheblich verändern.

Bei älteren Wohnanlagen sollten Fassade, Dach, Aufzüge, Pool, Haustechnik und bereits geplante Sanierungen sorgfältig geprüft werden.

Sehr niedrige Kaufpreise verdienen besondere Aufmerksamkeit.

Sie können mit schwacher Mikrolage, geringer Nachfrage, komplizierter Logistik, rechtlichen Problemen oder eingeschränkter Vermietbarkeit zusammenhängen.

Kanarische Inseln oder andere Regionen?

Kanarische Inseln oder Balearen

Die Balearen sind im oberen Segment teurer und stärker als mediterraner Premiummarkt positioniert. Die Kanaren bieten häufig niedrigere Einstiegspreise und ein deutlich milderes Winterklima.

Kanarische Inseln oder Costa Blanca

Die Costa Blanca bietet die einfachere Festlandlogistik. Die Kanaren sind besonders für Käufer interessant, denen ganzjähriges Klima und Winteraufenthalte wichtig sind.

Kanarische Inseln oder Costa del Sol

Die Costa del Sol ist stärker im Premiumsegment, bei Golf und internationalen Schulen positioniert. Die Kanaren bieten häufig niedrigere Preise und ein ausgeglicheneres Winterklima.

Kanarische Inseln oder Mallorca

Mallorca ist deutlich knapper und stärker im internationalen Luxussegment positioniert. Die Kanaren bieten ein breiteres Preisspektrum und eignen sich stärker für regelmäßige Aufenthalte im Winter.

Kanarische Inseln oder Madeira

Madeira ist kleiner und besitzt einen kompakteren Immobilienmarkt. Die Kanaren bieten mehr unterschiedliche Inselmärkte und eine größere touristische Infrastruktur.

Kanarische Inseln oder Portugal

Portugal bietet eigene steuerliche, aufenthaltsrechtliche und atlantische Modelle. Die Kanaren verbinden Atlantik und ganzjähriges Klima mit der spanischen Rechtsordnung.

Häufige Fragen

Können Ausländer Immobilien auf den Kanarischen Inseln kaufen?

Ja. Ausländische Käufer können grundsätzlich Immobilien in Spanien erwerben. Für die Abwicklung werden üblicherweise eine NIE-Nummer, ein Bankkonto, ein Nachweis über die Herkunft der Mittel und eine rechtliche Prüfung benötigt.

Welche Inseln eignen sich besonders für den Immobilienkauf?

Teneriffa und Gran Canaria bieten den vielseitigsten Markt. Lanzarote und Fuerteventura eignen sich besonders für Käufer, die einen ruhigeren Ferien- oder Zweitwohnsitzmarkt suchen. La Palma, La Gomera und El Hierro sind stärker auf Natur und Eigennutzung ausgerichtet.

Welche Lagen eignen sich besonders für Vermietung?

Der Süden Teneriffas, der Süden Gran Canarias, Playa Blanca, Puerto del Carmen, Costa Teguise, Corralejo und Caleta de Fuste gehören zu den wichtigsten Märkten.

Welche Lagen eignen sich für dauerhaftes Wohnen?

Santa Cruz de Tenerife, La Laguna, Las Palmas de Gran Canaria, Costa Adeje, Los Cristianos, Puerto de la Cruz, Arrecife und Puerto del Rosario verfügen über besonders gute Ganzjahresinfrastruktur.

Wie teuer sind Immobilien auf den Kanarischen Inseln?

Der durchschnittliche Orientierungswert liegt bei rund 3.300 Euro pro Quadratmeter. Costa Adeje, Maspalomas, Meloneras, Puerto de Mogán, Playa Blanca und andere hochwertige Küstenlagen können deutlich darüber liegen.

Ist touristische Vermietung möglich?

Grundsätzlich ja, sofern die geltenden Regeln der Kanarischen Inseln, der jeweiligen Gemeinde und der Eigentümergemeinschaft erfüllt werden. Die rechtliche Zulässigkeit sollte vor dem Kauf für das konkrete Objekt geprüft werden.

Welche Lagen gehören zum Premiumsegment?

Costa Adeje, Playa del Duque, La Caleta, Maspalomas, Meloneras, Puerto de Mogán, Playa Blanca und hochwertige Küstenresidenzen gehören zu den wichtigsten Premiumlagen.

Teneriffa oder Gran Canaria – welche Insel passt besser?

Teneriffa bietet den größeren und vielfältigeren Immobilienmarkt sowie zwei Flughäfen. Gran Canaria verbindet mit Las Palmas einen starken Stadtmarkt mit den Ferienregionen im Süden.

Welche Steuern fallen beim Immobilienkauf an?

Bei Bestandsimmobilien gilt in der Regel die ITP. Bei Neubauten kommt auf den Kanaren die IGIC zur Anwendung; zusätzlich können weitere Abgaben wie AJD entstehen. Hinzu kommen Notar-, Grundbuch-, Beratungs- und gegebenenfalls Finanzierungskosten.

Können Ausländer in Spanien eine Hypothek erhalten?

Ja. Spanische Banken finanzieren auch internationale Käufer. Konditionen hängen unter anderem von Residenzstatus, Einkommen, steuerlichem Wohnsitz, Einkommenswährung, Alter und Immobilientyp ab.

Wie lange dauert der Immobilienkauf?

Je nach Immobilie und rechtlicher Situation kann die Abwicklung einige Wochen bis mehrere Monate dauern. Bei Villen, Grundstücken und Immobilien mit Vermietungsregistrierung kann zusätzlicher rechtlicher, technischer oder baurechtlicher Prüfungsbedarf entstehen.

Rusol Prime – Immobilienberatung auf den Kanarischen Inseln

Rusol Prime begleitet internationale Käufer bei der Auswahl der passenden Insel, Gemeinde und Mikrolage, der Budgetplanung, der Prüfung einer Immobilie, der Kalkulation der Gesamtkosten sowie bei Verhandlung und Kaufabwicklung.

Die Suche richtet sich nach Ihrem konkreten Ziel: dauerhaftes Wohnen am Atlantik, Kapitalanlage, Vermietung, Relocation, Hauskauf, Zweitwohnsitz, Premiumobjekt oder langfristiger Vermögensaufbau.

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